Hausaltäre in verschiedenen Kulturen

angeregt wurde meine Beschäftigung mit Hausaltären maßgeblich durch Berichte über traditionelle japanische Inneneinrichtungen. Hinzu kamen meine Erfahrungen beim Bau tibetisch-buddhistischer Altäre. Hausaltäre sind ein vielsagender Spiegel der jeweiligen Kultur und haben dabei doch Verwandtschaften miteinander...

Japan

Herzstück eines japanischen Hauses ist der Hausaltar, der sowohl im Shintoismus als im Buddhismus neben der Manifestation des Glaubens auch zur Ehrung der Ahnen dient.

BUTSUDAN heißt der Hausschrein im japanischen Buddhismus.
Dies ist ein BUTSUDAN des Nichiren Buddhismus. Drei Türebenen behüten eine GOHONZON genannte Schriftrolle, deren Kern das Lotus-Sutra
MYOHO-RENGE-KYO darstellt.
KAMIDANA nennt sich sein shintoistisches Gegenstück.

Indien / Sri Lanka

Im Hinduismus (ein von den britischen Kolonialherren geprägter Sammelbegriff) ist der Hausaltar offener gestaltet und wird im privaten wie im öffentlichen Bereich als Tempel bezeichnet.

Tempel einer tamilischen Familie mit Bildern und Statuen der verschiedenen Gottheiten. Opfergaben für Gottheiten und negative Geister stehen davor. Die Ahnen sind rechts in Bildern anwesend.

Deutschland

HERRGOTTSWINKEL sind im katholischen Süddeutschland verbreitet.
Im Zentrum des Herrgottswinkels befindet sich das Kruzifix, der klassische Ort ist in der Stube über der Eckbank.

Türkei

In der säkularen Türkei ist der Islam die weit vorherrschende Religion
Im Islam gibt es keinen Altar. Das wichtigste Element der Moschee ist die "Quibla", eine oft nischenförmige Markierung der Ausrichtung nach Mekka.
Fortsetzung folgt! - Anregungen willkommen!